Baden-Wuerttemberg

Stadt Meßkirch

In Blau ein dreischwänziger, rot bezungter goldener (gelber) Löwe, der in den Pranken einen halbkreisförmig vorgebogenen roten Schaft hält, an dem zwischen den Pranken das silberne (weiße) Blatt einer Hellebarde befestigt ist.

Das ursprüngliche Wappen der Stadt Meßkirch (unter den Grafen von Rohrdorf und den Truchsessen von Waldburg-Rohrdorf, den Stadtgründern) war der Kesselring, wie er noch auf einem alten Feuerhaken im Heimatmuseum und auf Bildchen im Rathaussaal zu sehen ist:.
Manchmal wurde auch mit den drei Löwen oder Leoparden der Rohrdorfer Grafen gesiegelt (sie erscheinen heute auf dem Landeswappen von Baden-Württemberg).
Als die Zimmern um ca. 1350 die Herrschaft in Meßkirch übernahmen, gaben sie der Stadt irgendwann im 15. Jh. ein neues Wappen. Die Zimmern führten einen (vom Betrachter aus gesehen) aufrecht nach rechts schreitenden goldenen Löwen mit Hellebarde im blauen Feld. Die Hellebarde war wohl ursprünglich eine Axt, ein „redendes“ Zeichen, eine Anspielung auf den Namen (altdeutsch Zimmer = Wald, Holz, vgl. Ortsnamen wie Zimmern oder Berufsbezeichnungen wie Zimmerer, Zimmermann). In ritterlicher Zeit wurde daraus die Hellebarde, eine der gefährlichsten Waffen des Mittelalters. Das Stadtwappen ist ein Spiegelbild des zimmerischen Wappens: ein (vom Betrachter aus gesehen) aufrecht nach links schreitender goldener Löwe mit Hellebarde im blauen Feld. Auf Papier und Stoff wird Gold durch Gelb wiedergegeben.
Nach dem Tode des letzten Grafen von Zimmern, Wilhelm (1594, Epitaph in der Martinskirche), wurde unter den Gundelfingen-Helfenstein (Wappen mit Elefanten im Rathaus und am Schloss) und den Fürstenbergern (Wappen in der Martinskirche) das Löwenwappen beibehalten. Als man sich im 20. Jh. wieder auf die alten Wappen besann, wurde das Meßkircher Stadtwappen neu gefasst (Entwürfe und Zeichnungen im Heimatmuseum).