Baden-Wuerttemberg

Stadtteil Untergrombach

In Blau eine silberne Traube mit zwei Blättern, darüber eine goldene Krone, begleitet von 2 goldenen Sternen.

Schon in der Steinzeit ist auf Untergrombacher Markung, am Michaelsberg, menschliche Besiedlung nachgewiesen und die 1346 erstmals erwähnte Michaelskapelle ist ohne Zweifel sehr viel älter; Vorgänger der frühmittelalterlichen Kapelle mag ein antikes Heiligtum gewesen sein. Auch ein Reihengräberfriedhof des 7. Jahrhunderts spricht für die frühe Besiedelung des Ortes, der im übrigen die Schicksale von Obergrombach teilte. 1275 ist erstmals von der inferior villa Gruenbach, 1337 von Nidergrumbach die Rede, dessen Pfarrkirche - Cosmas und Damian - im 15. Jahrhundert erwähnt ist. Wie Obergrombach gehörte auch Untergrombach bis 1803 zum Territorium des Bistums Speyer.

In zwei Urkunden von 1361 und 1370 sind jeweils der Schultheiß Rudolf Anshelm und 6 geschworene Richter zu Niedergrombach genannt, doch schon 1432 sind es Schultheiß und 12 namentlich genannte Schöffen, die dort das Gericht bilden. Für sie siegelt der Faut am Bruhrain - nur 1567 begegnet uns das persönliche Siegel des Schultheißen Syman Dietz. Das Grombacher Siegel ist erstmals im Jahr 1736 belegt; es zeigt die Traube mit 2 Blättern, den begleitenden Sternen und der Krone und wurde in dieser Form im ganzen 18. Jahrhundert geführt, auch die neueren Stempel zeigen lediglich stilistische Veränderungen. Ohne Zweifel weist die Traube, die auch im Siegel von Unteröwisheim belegt ist, auf den Weinbau der Gemeinde - eine Kelter in Untergrombach kennt schon eine Urkunde von 1401. Rätselhaft ist die Umschrift des ältesten Siegels mit den Zeichen * V.G.B.W.C.W.K.V.K.W. SIGIL, von denen nur der Anfang und Schluß klar sind. In den heutigen Farben wird das Wappen seit 1907 geführt; der Farbgebung hat die Gemeinde im Jahr 1911 zugestimmt. Die Gemeinde Untergrombach ist mit Wirkung vom 1. Juli 1971 in die Stadt Bruchsal eingegliedert worden.