Rheinland-Pfalz

Beschreibung der Wappen der Mitgliedskommunen der Verbandsgemeinde Cochem

Gemeinde  Beilstein

Gemeinde Beilstein
Schild geviert: Feld 1: in Gold ein roter Sparrenschrägbalken, Feld 2: in Schwarz eine silberne Jakobsmuschel, Feld 3: in Rot ein silbernes Hifthorn, Feld 4: in Silber ein rotes Balkenkreuz.
Das Wappen weist auf die geschichtliche Vergangenheit des Ortes. Die von Braunshorn (3 Hifthörner), die von Winneburg (Sparrenbalken), die von Metternich (Jakobsmuschel) waren über Jahrhunderte die Lehensträger von Burg und Gemeinde und Kurtrier (Balkenkreuz). Der letzte Inhaber war 1794 der spätere österreichische Staatskanzler Clemens Wenzeslaus Nepomuk Lothar, Fürst von Metternich.

Gemeinde  Bremm

Gemeinde Bremm
Schild durch aufsteigende, eingebogene grüne Spitze, darin eine goldene Traube, gespalten; vorne in Schwarz drei goldene Spitzbogenfenster, darunter goldener Wellenbalken, hinten in Silber ein rotes griechisches Doppelkreuz.
Die heute noch „malerische Ruine“ an der Mosel ist der Rest des ehemaligen "Adeligen Augustiner-Nonnenstifts Stuben". Diese Ruine ist über den Ort hinaus weit bekannt.
Das griechische Doppelkreuz war das Hauszeichen des KIosters Stuben; es wurde von dem seit 1208 im Besitz des Stifts befindlichen berühmten Kreuzreliquiar, bei dem die Goldfassung der Kreuzpartikel die Form eines griechischen Kreuzes zeigt, übernommen (die berühmte Kreuzeslade aus Konstantinopel befindet sich heute im Limburger Domschatz). Auf Grenzsteinen von Ländereien und Waldungen, die meist dem Kloster gehörten, ist dieses Hauszeichen heute noch erhalten. Auch an Überresten einer alten Kelter und an einer Haustür in Bremm ist dieses griechische Doppelkreuz heutzutage noch zu sehen.
Die Weintraube weist auf die wesentlichec wirtschaftliche Struktur der Gemeinde hin. Die Gemeinde Bremm lebt fast ausschließlich vom Weinbau.

Gemeinde  Briedern

Gemeinde Briedern
Von Silber und Blau geteilter Schild. In Silber eine grüne Weinrebenranke mit blauen Trauben und grünen Blättern. In Blau auf silbernen Wellen ein goldener Kahn.
Briedern ist Weinbau treibende Gemeinde, daher die Reben. Der Kahn erinnert daran, dass Briedern ehemals wichtiges Schiffbauer-Dorf war mit einer der bedeutendsten Schiffswerften an der Mosel.

Gemeinde  Bruttig-Fankel

Gemeinde Bruttig-Fankel
Gespaltener Schild, vorne in Silber ein roter Schlüssel, geteilt durch einen Grünen Wellenbalken; hinten in grünem Feld eine goldene Lilie.
Vereinigung der beiden alten Ortswappen von den früheren Gemeinden Bruttig und Frankel. Der Schlüssel nimmt Bezug auf den 1493 in Bruttig geborenen Peter Schade genannt Petrus Mosellanus, einen der bedeutendsten Männer an der Mosel (Mit 27 Jahren war er Professor der griechischen und lateinischen Sprache und Rektor der Universität Leipzig. Er starb, kaum 31 Jahre alt, am 17.2.1524 und wurde in der Leipziger Nicolaikirche bestattet).
Der grüne Wellenbalaken deutet auf die Mosel hin.
Das goldene Lilienzepter (Lilie ist Attribut der Maria) weist auf die Kirchenpatronin, die hl. Maria; ferner auf das Fanleler Schöffensiegel (Landeshauptarchiv Koblenz) aus dem Jahre 1380 (stehenede Marienfiguur, rechts und links davon je eine Lilie).

Stadt  Cochem

Stadt Cochem
Das Stadtwappen besteht aus einem Schild, der durch eine Trennungslinie in zwei Hälften geteilt ist. In der linken Hälfte befindet sich ein rotes Kreuz auf weißem Untergrund. Der Untergrund der rechten Hälfte ist rot. Der Ärmel des Rockes ist dunkel. Die fleischfarbene Hand hält zwei goldene Schlüssel.
Senkrecht gespaltenes Wappenschild mit den kurtrierischen Farben rot und weiß.
Vermutlich hat der Erzbischof Kurfürst Balduin von Trier (1307-1354) dieses Wappen angeordnet, als er in der Zeit von 1330 bis 1340 in Cochem Stadtmauern, Tore und Türme erbauen ließ und dem Ort (1332) die Stadtrechte verlieh.

Gemeinde  Dohr

Gemeinde Dohr
Durch ein von Rot und Silber geviertes Kreuz geviert; 1) in Silber ein achtspeichiges schwarzes Mühlrad, 2) in Rot ein silberner Adler, 3) in Rot ein stilisierter silberner Keltenwall, in der Mitte durch ein zweiflügeliges Tor unterbrochen, 4) in Silber ein dem alten Kelch der Filialkirche in Dohr entnommenes blütenähnliches schwarzes Ornament.
Das gevierte Kreuz weist auf den jahrhundertelangen Einfluß der Trierer Kurfürsten und Erzbischöfe hin. Das Mühlrad erinnert an die weithin bekannte Dohrer Mühle im Ellerbach, die erst 1927 ihre Arbeit einstellte und von der heute noch Ruinen zeugen. Die Dohrer Mühle lebt in vielen Geschichten und Sagen weiter. Das Mühlrad steht auch für den bis ca. 1960 ausschließlich landwirtschaftlich geprägten Ort. Der silberne Adler bezieht sich auf die Herrschaft der Grafen von Are. Im Jahre 1210 machte Graf Gerhard von Are Dohr zum Lehen des Erzbischofs Johann I. Der stilisierte silberne Keltenwall erinnert an den Ursprung des Dorfes und die Ableitung des Ortsnamens. Dohr wird abgeleitet vom keltischen „Dunon" und bedeutet befestigte Anhöhe. Das blütenähnliche schwarze Ornament weist auf die damalige Zugehörigkeit der Gemeinde Dohr zur Pfarrei Cochem hin. Der Kelch wurde im 16. Jahrhundert vom Pastor und Definitor zu Cochem der „Capella zu Dohor“ gestiftet.

Gemeinde  Ediger-Eller

Gemeinde Ediger-Eller
In grün vor silbern gespaltenem Schilde vorn eine goldene Rebenranke mit 2 goIdenen Weintrauben und 2 goldenen Blättern, hinten in Silber ein rotes Hochkreuz.
Als Gemeindewappen für Ediger-Eller erscheint hier das gemeinsame Schöffensiegel, belegt aus dem Jahre 1430 (LHAKo Best.181 Nr. 100). lm Feld ein Wappenschild, darin vorne ein Balkenkreuz (Kurtrier), hinten eine Rebenranke mit Blättern und zwei Trauben (Winzergemeinde). Umschrift: „SIGILLUM SCABINORVM IN EDIGER-ELLER".

Gemeinde  Ellenz-Poltersdorf

Gemeinde Ellenz-Poltersdorf
Gespalten von Gold und Silber. In Gold ein halber, rotbewehrter, schwarzer Adler am Spalt, in Silber ein gespaltenes, rotes Balkenkreuz.
Ellenz und Poltersdorf waren ehedem freie Reichsdörfer, deshalb der halbe Reichsadler; das halbe Balkenkreuz (kurtrierische Kreuz) weist auf die ehemalige Landesherrschaft. Diese Zeichen befinden sich bereits in einem Gemeindesiegel aus dem Jahre 1363, mit der Umschrift: S(IGILLVM).UNIVERSITATIS.DE.ELLENZE (LHAKo Best. 181, Nr. 69). Die siegelnde „Universitas" ist nicht das Gericht, sondern die Dorfgemeinschaft.

Gemeinde  Ernst

Gemeinde Ernst
Von Silber und Grün gespalten. In Silber ein rotes Balkenkreuz, in Grün 9 (2:1, 2:1, 2:1) goldenen Kugeln.
Die Gemeinde Ernst bestand aus den früheren Ortsteilen Ober- und Niederernst. Der Pfarrpatron in Oberernst war Christus (Salvator mundi), deshalb als eines der Symbole Christi das Kreuz, das außerdem als rotes Balkenkreuz in Silber das Wappen Kurtriers darstellt und so an die ehemalige Landesherrrschaft der Kurfürsten und Erzbischöfe von Trier in Ernst erinnert. Die 9 Kugeln weisen auf den Pfarrpatron von Niederernst, denn Quirinus führte in seinem Wappenschild 9 Kugeln. Die Farbe grün deutet auf Landwirtschaft und Weinbau.

Gemeinde  Faid

Gemeinde Faid
Schild zweimal gespalten, in 1) in Rot ein wachsender goldener Abtsstab, 2) in Silber ein aufrechter rotbewehrter und -gezungter schwarzer Wolf, 3) in Rot eine goldene Palme.
Der goldene Abtstab deutet auf die frühen Besitzungen der Stiftsherrn von Pfalzel hin und auf weiteren Besitz der Klöster Himmerod, Springiersbach, Siegburg und Stuben.
Der schwarze Wolf ist das Wappensymbol der Abtei Stablo; das Kloster wird bereits im Jahre 943 in einer Güterschenkung in Faid bedacht.
Die Palme ist das Attribut des Kirchenpatrons; des hl. Stephanus. Er wird in den Jahren 1470 und 1656 als Kirchenpatron genannt und ist es geblieben.

Gemeinde  Greimersburg

Gemeinde Greimersburg
In Silber ein durchgehendes rotes Kreuz belegt mit einem schwarzen Schild, darin ein goldener Kreuzstab mit daran hängenden silbernen Glöckchen.
Das in Silber durchgehende rote Kreuz (Kurtrier) veranschaulicht die segensreiche, friedliche Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier in der Zeit von 1294 bis 1794. Der Glöckchenstab ist das Attribut des Wüstenheiligen Antonius, er ist der Patron der Kirchengemeinde. Nach dem Wechsel des Patroziniums im Jahre 1620 wurde der hl. Antonius an Stelle des hl. Jakobus zum Prinzipalpatron erhoben, der dieses Vorrecht noch bis heute besitzt.

Gemeinde  Klotten

Gemeinde Klotten
Von Silber und Blau gespalten. Vorn in Silber ein roter Torturm mit 3 Zinnen, offenem Tor und 3 (2 : 1) offene Fenster. In Blau ein aus dem Schildfuß wachsender goldener Bischofsstab mit Krümme nach außen, darunter im Schildfuß ein schräglinkes, silbernes Wellenband.
Der rote Zinnenturm in Silber ist Symbol für die heutige Burg Coraidelstein, die bereits von den Römern benutzt und von Pfalzgraf Ezzo wieder aufgebaut wurde. Die Farben Rot und Silber deuten auf die ehemalige Landesherrschaft Kujrtriers, Weiß-Rot als Farben Polens auf die Polenkönigin Richeza. In einem Gerichts- und Schöffensiegel von 1484 ist der hl. Maximinus ganzfigurig abgebildet (LHAKo, Abtei Himmerod, Nr. 1412). Er ist nach dem hl. Petrus bis heute der Kirchenpatron Klottens. Der goldene Bischofsstab weist auf ihn hin. Das blaue Feld soll an das Rittergeschlecht und die Burggrafen derer „von Clotten" erinnern, die ein Wappen im blauen Feld besaßen. Das silberne Wellenband weist auf die in einem Bogen vor Klotten herfließende Mosel.

Gemeinde  Lieg

Gemeinde Lieg
Wappen geviert.
1) Silberne Urne in grünem Feld, aus der Urne wachsend drei goldene Ähren.
2) Silbernes Feld mit blauer Lilie.
3) Schwarzer Flügel in goldenem Feld.
4) Goldener Kelch im schwarzen Feld.
Die Urne im grünen Feld bezieht sich auf die Ausgrabungsfunde im Jahre 1910. Im Distrikt "Kriegswald" wurde diese doppelhenklige Glasurne aus dem letzten Drittel des ersten Jahrhunderts n. Chr. freigelegt. Die Farbe Grün und die goldenen Ähren weisen auf die noch heute im Ort Lieg betriebene Landwirtschaft hin.

Die blaue Lilie ist das Zeichen des Kollegiatsstiftes Karden. Eine frühe Zugehörigkeit ist schon vor dem Jahre 1475 nachgewiesen.

Das Kloster Engelport hatte bereits um 1275 bis zum Jahre 1813 einen Hof und andere Lände-reien in Lieg. Engelport´s Zeichen ist der Flügel eines Engels, da das Kloster aufgrund von Engelserscheinungen gegründet worden sein soll.

Das Attribut des hl. Goar ist der Kelch; er ist als Kirchenpatron nachgewiesen seit dem Jahre 1656.

Gemeinde  Lütz

Gemeinde Lütz
In geteiltem Schild, oben in Silber ein rotes Balkenkreuz; unten in Grün ein rotbewehrter, - gezungter und gekrönter wachsender Löwe.
Die obere Schildhälfte weist auf die frühe Zugehörigkeit zum Erzbistum Trier, bis zur heutigen Diözese Trier. Bereits 1220 erscheint die Pfarrei Lütz in einem Verzeichnis der erzbischöflichen Einkünfte. Das Patronatsrecht gelangte 1515 an den Erzbischof von Trier.

Die untere Schildhälfte nimmt Bezug auf die Herrschaft v. Eltz. 1323 besaß Heinrich v. Eltz eine Wiese in Lütz. 1521 wurde Johann v. Eltz mit Gerechtigkeiten, Herrlichkeiten, Renten und Gefällen im Ort durch Landgraf Philipp v. Hessen belehnt. 1656 wurden die Rechte des Herren v. Eltz festgesetzt. Lt. Weistum von 1656 waren die Herren v. Eltz Hochgerichts-Herren.

Gemeinde  Mesenich

Gemeinde Mesenich
In Blau einen nach halbrechts gewandten Bischof in goldenem Gewande mit Mitra und Stab in der Linken, in der Rechten einen silbernen schwebenden Anker segnend, zu seinen Füßen einen silbernen Schild, darin ein roter Adler, hinter dem ein Bischofsstab schräglinks zu sehen ist.
Der Bischof ist der hl. Nikolaus, der bereits auf einem alten Schöffengerichtssiegel von Mesenich vorkommt (Staatsarchiv Düsseldort); ihm ist ein Anker als Symbol beigegeben, der auf die Mesenicher Schiffer und Schiffsbauer hinweist. Das kleine Wappen zu seinen Füßen ist das Wappen der Abtei Brauweiler, die in Mesenich Grund-, Lehns- und Gerichtsherr war.

Gemeinde  Moselkern

Gemeinde Moselkern
In schwarz eine silberne wellenförmige Deichsel, oben ein rotbewehrter und - gezungter goldener Löwenkopf, vorne ein goldener Grabstein, hinten eine goldene Mitra.
Die wellenförmige Deichsel weist auf den Zusammenfluß der Eltz in die Mosel hin, an dem der Ort Moselkern liegt.

Für den frühen Besitz der Grafenfamilie "von Eltz" im Ort steht der Löwe. Der Grabstein ist eine Abbildung des um 1800 ausgegrabenen Merowingerstein´s, eine der frühesten monumentalen christlichen Darstellungen des Abendlandes vom Ende des 7. Jahrhunderts.

Auf den Kirchenpatron Valerius deutet die Mitra. Sein Bildnis befindet sich auf dem Siegel vom Jahre 1562 und vom Jahre 1765.

Gemeinde  Müden (Mosel)

Gemeinde Müden (Mosel)
Schild senkrecht und waagerecht gevierteilt.
Oben links rotes Trierer Kreuz auf weißem Grund.
Oben rechts in schwarz ein goldener Löwe.
Unten links in weiß eine blaue Lilie.
Unten rechts in grün eine goldene Traube.
Seit etwa 1100 gehört "Mudhena" zu Kurtrier, das in Müden auch Gerichtsherr war. Der Bischofshof und der Karthäuserhof von Trier besaßen in Müden Grundbesitz und Rechte.

Der Eltzer Löwe weist auf die umfangreichen Besitzungen der Herrn von Eltz in Müden hin, die hier Weinhöfe, Gutshäuser und einen Zehnthof besaßen (Erbmaschall, Herr von Eltz, Herr von Eltz - Rübenach).

Nach urkundlicher Erwähnung erhob das Kollegialstift Karden seit 1178 den Zehnten in Müden; das Stift hatte hier den größten Grundbesitz. Die Lilie erscheint im Siegel des Kollegialstifts Karden aus der Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Die goldene Traube auf grünem Feld weist auf den 2000jährigen Weinbau in Müden hin. Aus einer Schenkungsurkunde zur Zeit Childebert II (575 - 595) ist ersichtlich, daß die Kirche von Verdun hier ihren Meßwein bezog. Im Mittelalter hatten hier viele geistliche und weltliche Herren umfangreichen Weinbergsbesitz.

Gemeinde  Nehren

Gemeinde Nehren
Im grünen Feld zwei stilisierte römische Grabkammern in Gold.
Die beiden römischen Grabkammern weisen auf die Ausgrabungen ab dem Jahre 1975 im Distrikt „Heidenkeller" hin. Hoch über dem Moseltal auf dem Römerberg stehen zwei einzigartige kulturhistorische römische Denkmäler, wie man sie diesseits der Alpen in dieser Art nicht mehr findet. Historische Substanz und Rekonstruktion sind harmonisch vereint.
Das grüne Feld bezieht sich auf den Weinbau im Ort von der Römerzeit her. Begütert waren im Mittelalter hier viele Klöster und Adelsfamilien, die ihren Wein aus den umliegenden Lagen bezogen.

Gemeinde  Pommern

Gemeinde Pommern
In schräglinks geteiltem Schild vorne im silbernen Feld ein roter Sparrenbalken von 8 (4:4) roten Schindeln begleitet, hinten in rotem Feld zwei goldene ineinandergreifende Ringe.
Sparrenbalken und Schindeln weisen auf das Wappen "Hans v. Pumere" aus dem Jahre 1368, nach einem Gobelin in der Burg Eltz (Wappen-Index f. d. mittelrh.-mosell. Adel von Otto Gruber).

Die beiden Ringe sind das Zeichen des Klosters Himmerod. Den ersten Weinberg in Pommern erhält das Kloster schon 1234 von Arnold v. Braunshorn. Größerer Gutsbesitz wird seit 1272 urkundlich nachgewiesen. Noch im 18. Jahrhundert hatte das Kloster Himmerod die volle Baupflicht für die Kirche, das es den ganzen Zehnten bezog. Das heutige Pfarrhaus war der ehemalige "Himmeroder-Hof". Viele Grenzsteine mit dem Himmeroder Zeichen weisen auf den großen Besitz und die Machtstellung des Klosters im Ort hin.

Gemeinde  Senheim

Gemeinde Senheim
In Schwarz drei (2 : 1) rotbewehrte silberne Löwen.
Das Wappen ist gebildet nach dem Wappen der Herren von Senheim, die teils drei schwarze Löwen in Silber, teils drei silberne Löwen in Schwarz in iihrem Wappen geführt haben. Die Familie von Senheim ist schon lange ausgestorben. Genannt wird ein W. von Senheim der um 1340 trierischer Burgmann von Montabaur und ein Sundere von Senheim, der 1340 ebenfalls trierischer Burgmann auf der Schmidtburg war.

Gemeinde  Treis-Karden

Gemeinde Treis-Karden
Wappen geviert,

in 1): goldener Stern in Schwarz
in 2): im goldenen Feld ein roter Einhenkelkrug
in 3): blaue Lilie in silbernem Feld
in 4): in schwarzem Feld goldener Hammer, umwunden von zwei goldenen Schlangen.
Der Stern ist bereits im Schöffensiegel von 1519 im Treiser Gerichtssiegel enthalten, desgleichen im Wappen der Burggrafen von Treis, die im gesamten Umland Besitzungen hatten.
Der rote Einhenkelkrug weist auf das während der gesamten Römerzeit in Karden blühende Töpferhandwerk hin. Mehrere Stücke dieser Art sind im Stiftsmuseum Karden ausgestellt.
Die Lilie erscheint in dem erwähnten Schöffensiegel und im Siegel des Kollegialstiftes in Karden aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Lilie weist auf die hl. Maria als ehemalige Pfarrpatronin von Karden hin.
Der Hammer, von zwei Schlangen umwunden, weist auf das Wappen der Familie Broy in Karden hin. Dieses Zeichen begegnet uns auf mehreren Grabplatten und dem Flügelaltar in der Stiftskirche sowie auf dem Türsturz des sogenannten „Burghauses“.

Gemeinde  Valwig

Gemeinde Valwig
In Silber zwei grüne Reben mit drei Trauben, belegt mit rotem Balkenkreuz.
Der Wappenschild ist entnommen aus dem alten Schöffensiegel vom Jahre 1494, frühester Beleg 1403. Umschrift: S(IGILLVM).SCABINORVM.IN.VAILVEI - Abdruck vom 1. Februar 1544 (LHAKo Best.1 A Nr. 2562). Das Wappen nimmt Bezug auf Kurtrier (Stiftskreuz) und veranschaulicht die segensreiche, aufbauende, friedliche Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier in vielen Jahrhunderten. Die Weintrauben deuten auf das moselländische Produkt hin.

Gemeinde  Wirfus

Gemeinde Wirfus
Wappen durch goldenen Stabsparren geteilt, oben rechts in Rot goldenen Pflugschar, oben links in Rot goldenen Rose, unten in Grün silberne Urne.
Der Pflug dokumentiert die landwirtschaftliche Tradition und die noch heute betriebene Landwirtschaft. Die Urne ist eine genaue Abbildung eines Ausgrabungsstückes vom Jahre 1916 aus einem vorgeschichtlichen Grabhügel im Distrikt „Lauteln“ (Bonner Jahrb. 123, 1916). Die Rose ist das Zeichen des Klosters Rossnthal, das bereits im Jahre 1257 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hier begütert war. Grenzsteine im Ort weisen noch heute auf dieses Symbol. Der Stabsparren hat keine symbolische Bedeutung, er soll nur die Farbfelder voneinander trennen, damit das Wappen den heraldischen Farbregeln entspricht (LHAKo v. 5.3.1981).