Beschreibung der Wappen der Mitgliedsgemeinden vom Amt  Hennstedt

Barkenholm-Barkenholm Gemeinde Barkenholm

Durch einen blauen und silbernen Wellenbalken von gold und grün schräg links geteilt, oben ein Birkenblatt mit Fruchtstand, unten sieben Ziegelsteine.

Das Birkenblatt steht für einen Teil des Namens Barkenholm der wohl „Birkeninsel" bedeutet.
Das nördliche Gemeindegebiet, Ackerland und Lehmboden, als Geest bezeichnet, wird durch die Broklandsau von der südlichen Feldmark, die größtenteils aus Moorland besteht, geteilt.
Geest wird gelb, die Broklandsau blau/silber und das Moor grün dargestellt. Bis 1840 waren sechs Handziegeleien im Ort; bis zur Jahrhundertwende kam noch eine Dampfziegelei dazu. Diese sieben Ziegeleien werden durch die sieben Ziegelsteine symbolisiert.

Gemeinde Bergewöhrden

Die Gemeinde Bergewöhrden führt kein Wappen.

Delve-Delve Gemeinde Delve

In Grün ein einmastiges goldenes Segelschiff mit Großsegel und Wimpel, darunter ein breites silbernes Wellenband, bestehend aus einem halben Wellenberg, einem Wellental und einem halben Wellenberg.

Die Gemeinde Delve liegt im Norden Dithmarschens an der Eider. Das Segelschiff soll die Teilhabe des Ortes an der ehemals blühenden Handelsschifffahrt auf der Eider zum Ausdruck bringen, die im 18. und besonders im 19. Jh. durch den Bau des Eiderkanals eine spürbare Belebung erfuhr. In der Hauptsache verfrachteten Delver Schiffe Torf nach Garding und Tönning. Einige Schiffe befuhren sogar die Nordsee. Dies brachte dem Ort einen gewissen Wohlstand ein, den das Gold der Wappenfigur anspricht. Das silberne Band stellt die Eider dar, die in einem weit geschwungenen Bogen an dem Ort vorbeifließt.
Das Grün des Schildgrundes symbolisiert den heute noch vorhandenen ländlichen Charakter des Ortes. Die Landwirtschaft wird in Delve nach wie vor hauptsächlich als Weidewirtschaft betrieben.

Gemeinde Fedderingen

Die Gemeinde Fedderingen führt kein Wappen.

Gemeinde Glüsing

Die Gemeinde Glüsing führt kein Wappen.

Hennstedt-Hennstedt Gemeinde Hennstedt

Unter grünem eingebogenen Schildhaupt, darin ein silberner Wellenbalken, in Gold ein achtspeichiges rotes Rad zwischen zwei leicht gesenkten, unten gekreuzten grünen Weidenzweigen.

Die Gemeinde Hennstedt liegt in den Naturräumen Eiderstedter und Untereider Marsch sowie der Dithmarscher Geest.
Die Farben Grün und Gelb (Gold) sollen auf die naturräumliche Lage hinweisen. Es sind zugleich die Farben des Wappens des Amtes Kirchspielslandgemeinde Hennstedt.
Der Ortsname Hennstedt. früher Henstede oder Honstede, lässt sich mit „zur hohen Stätte" übersetzen. (W. Laur 1992)
Der Bogen im Schildhaupt bezieht sich auf die Ortsnamendeutung.
Die nördliche Grenze der Gemeinde bildet die Eider. Der silberne Wellenbalken im Schildhaupt soll dies beschreiben.
Der Charakterbaum und -strauch dieser grundwassernahen Landschaft ist die Weide. Zwei gekreuzte Weidenzweige, sollen darauf hinweisen.
Die zahlreichen Laubblätter sollen zugleich das vielfältige Vereinsleben in der Gemeinde wiederspiegeln.
Das rote Rad bezieht sich auf die hohe Mobilität der Einwohner von Hennstedt, die als Pendler außerhalb ihrer Arbeit nachgehen. Es soll zugleich ein Symbol für das Handwerk sein, das in diesem Ort eine lange Tradition hat.
Die Speichen beziehen sich auch auf die Ortsteile, Siedlungen und Gehöfte von Hennstedt.

Hollingstedt-Hollingstedt Gemeinde Hollingstedt

In Gold unter einem schmalen blauen Wellenbalken ein schwarzer Spaten zwischen zwei grünen über Kreuz gestellten belaubten Eichenästen.

Die Grundlage für den Entwurf des Dorfwappens bildet ein mehrere hundert Jahre altes Siegel der damaligen Bauernschaft des Ortes. Dieses Siegel trägt die Aufschrift „Bauerschaft Hollingstette". Der blaue Wellenbalken im oberen Drittel symbolisiert die Lage des Dorfes in der Nähe der Eider und der Wallener Au. Die grüne Farbe des Wappens steht für die Landwirtschaft als ursprüngliche Existenzgrundlage des Dorfes. Die goldenen Eichenzweige stellen das Hollingstedter Gehölz dar. Dieser ehemalige Wirtschaftwald ist für die Gegend einzigartig. Der Spaten in der Wappenmitte ist ein Hinweis auf die zweite ortstypische Geländeform: das Moor. Dieses wurde in der Vergangenheit durch Torfbau bewirtschaftet. Ein hierfür übliches Werkzeug war der abgebildete Spaten. Als Zeichen für die heutige Zeit stehen die beiden goldenen Sterne oberhalb des Wellenbalkens. Sie symbolisieren die Kulturträger der Gemeinde: die Freiwillige Feuerwehr und den Turn- und Spielverein, die eine entscheidende Rolle im Zusammenleben des heutigen Dorfes spielen.

Gemeinde Hägen

Die Gemeinde Hägen führt kein Wappen.

Kleve-Kleve Gemeinde Kleve

Von Rot und Silber durch abgerundete linke Schrägstufe geteilt. Oben ein steigendes silbernes Pferd, unten zwei silberne Wellenbalken.

Der Ortsname Kleve leitet sich her von „Kleer = Abhang, steiler Abfall" (W .Laur 1992). Die Schildteilung soll die Namensdeutung versinnbildlichen und sie beschreibt zugleich die markante topographische Situation dieses Dorfes am Nordrand der Dithmarscher Geest im Übergang zur Eiderniederung, dem Naturraum der Eiderstedter und Untereider Marsch.
Das steigende Pferd soll die Bedeutung der Pferdezucht und des Pferdesports für Kleve symbolisieren. Durch das Gemeindegebiet führt ein dichtes Reit- und Fahrwegenetz.
Die beiden Wellenbalken im Schildfuß beziehen sich auf die Eider als nördlicher Grenzfluss und die Brocklandsau, die die Landschaft um Kleve prägen.
Die Farben Blau, Weiß und Rot beziehen sich auf die Landesfarben sowie Weiß und Rot zugleich auf die Farben des Kreises Dithmarschen.

Linden-Linden Gemeinde Linden

Gespalten von Silber und Rot. Vorn in schwarzem, mit einem silbernen Balken belegtem Schildfuß wurzelnd ein grüner Lindenbaum am Spalt, der einen kleineren, ebenfalls im Schildfuß wurzelnden grünen Lindenbaum teilweise überdeckt. Hinten am Spalt das silberne holsteinische Nesselblatt.

Der gespaltene Wappenschild bezieht sich mit der Figur der Linde in der vorderen Hälfte auf den Ortsnamen und durch das Nesselblatt in der hinterein Hälfte auf die postamtliche Bezeichnung des Ortes: „Linden/Holstein". Die Lindenbäume sind die bildliche Darstellung des Ortsnamens, der vermutlich „zu den Linden" oder „Siedlung bei den Linden" bedeutet. Steinzeitliche Funde belegen eine weit zurückliegende Besiedlung.
Der Schildfuß deutet auf die landwirtschaftliche Tradition und der silberne Balken auf den Reichtum der Gemeinde an natürlichen Gewässern.
Die Betonung der Zugehörigkeit zum heutigen Landesteil Holstein durch das Nesselblatt hat einen besonderen Grund. Weltweit gibt es ungefähr 250 Orte mit dem Namen Linden. Diese Tatsache veranlaßte 1961 die Einwohner. sich mit diesen Gemeinden in Verbindung zu setzen. Der Titel dieser Aktion lautete „Linden grüßt Linden". Es kamen über 20 partnerschaftliche Verbindungen zwischen den gleichnamigen Orten zustande, die daraufhin zur Unterscheidung ihre Namen durch Zusätze ergänzten. Die eigenwillige Form der Linde ist angeblich stereotyper Bestandteil aller „Linden-Orte", die ein Wappen führen.
Wegen ihrer völkerverbindenden Aktivitäten, die sich auch in der zusätzlichen Aufnahme des europäischen Sternenkranzes in die Flagge nie derschlagen, wurde die Gemeinde 1977 mit der Ehrenfahne des Europarates geehrt.

Gemeinde Norderheistedt

Die Gemeinde Norderheistedt führt kein Wappen.

Gemeinde Schlichting

Die Gemeinde Schlichting führt kein Wappen.

Süderheistedt-Süderheistedt Gemeinde Süderheistedt

Über silbernem Schildfuß mit jochförmiger Teilungslinie, darin zwei abgekehrte, an den Stielen gekreuzte grüne Eichenblätter, die eine grüne Eichel einschließen, in verwechselten Farben ein bewurzelter Lindenbaum mit kreuzweise verschlungenen Zweigen, in deren ausgesparter Mitte sich eine natürlich tingierte Elster niederläßt.

Die gewellte Teilungslinie oberhalb des Schildfußes deutet die Broklandsau an, die das Gemeindegebiet großenteils eingrenzt. Diese Teilung des Wappens ist zugleich eine Anspielung auf die geographische Lage der Gemeinde: Einerseits verfügt das Gemeindegebiet in der Auniederung über tiefgelegene Moorflächen, andererseits über hochgelegene Geestflächen.
Die im Zentrum des Wappens stehende Linde, in deren Mitte eine Elster steht, gibt den sogenannten „Dithmarscher Wunderbaum" wieder, der einstmals in Süderheistedt gestanden hat, was durch Kartenmaterial aus der frühen Neuzeit bestätigt wird. Beispielsweise findet er sich in der bekannten Dithmarschenkarte von Peter Boeckel, die das Jahr 1559 wiedergibt, an besonders hervorgehobener Stelle eingezeichnet. Unter der Abbildung stehen die Worte „ein groet Wunderlich boem", was soviel bedeutet wie, „Ein großer, wundersamer Baum".
Nach einer sagenhaften Überlieferung knüpfen sich an den mächtigen alten Baum, dessen Äste sonderbarerweise kreuzweis standen, manche Absonderlichkeiten. Als „Freiheitsbaum" galt er deshalb, weil es von ihm hieß, er werde solange grünen, wie Dithmarschens Freiheit besteht. Er ist damit auch als ein Symbol des Dithmarscher Freiheitsstolzes anzusehen.
Als das Land durch die letzte Fehde im Jahre 1559 die Freiheit verlor, nachdem die Truppen der Fürsten die Befestigungsschanzen an der Aubrücke bei Süderheistedt in unmittelbarer Nähe des Baumes überwunden hatten, verdorrte entsprechend dieser Weissagung der Baum in den folgenden Jahren. Nach einer alten Prophezeiung wird Dithmarschen die Freiheit aber zurückerlangen, wenn eine Elster auf dem Baum brüten und fünf weiße Jungen aufziehen und der Baum sodann von neuem ergrünen wird. Diese Prophezeiung trat allerdings niemals ein, zudem ist der Baum nicht mehr vorhanden.
Durch die Darstellung des „Wunderbaumes" mit der wiederbelebenden Elster in ihrem Wappen will die Gemeinde dieses symbolisch ändern und wird auch für die Anpflanzung eines jungen Baumes an der alten Stelle Sorge tragen. Aus Gründen der vereinfachten Darstellung wird im Wappen auf die Wiedergabe der Nestlinge verzichtet.
Die grüne Hintergrundfarbe spielt zum einen auf die ländliche Prägung der Gemeinde an und verkörpert zum anderen die vorhandene Landwirtschaft mit ihrer überwiegend weidewirtschaftlichen Nutzungsformen. Darüber hinaus soll die grüne Tingierung den Bezug zum gemeindlichen Wald herstellen.
Die zwei Eichenblätter nebst ihrer Frucht, die sich im Wappenfuß kreuzen, versinnbildlichen das Süderheistedter Wahrzeichen, den Vogelstangenberg. Dieser ist ein Platz im Zentrum des Dorfes, der mit sehr alten Eichen bestanden ist und in dessen Mitte, die Vogelstange der Papagoyengilde „Einigkeit" von 1621, des ältesten Süderheistedter Vereines, steht. Dieser Platz verkörpert nicht nur für die Vogelgilde, sondern auch für die anderen aktiven Vereine die gelebten und gepflegten Traditionen des Ortes. Hier haben die Feste des Dorfes oft ihren Höhepunkt. Die gekreuzte Stellung der Blätter verdeutlicht dabei die Eintracht der Vereine untereinander und die Frucht (Eichel) deren Lebendigkeit.

Gemeinde Wiemerstedt

Die Gemeinde Wiemerstedt führt kein Wappen.

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