In Blau eine eingeschweifte, gekürzte goldene Spitze, darin eine blaue Dornenkrone; vorne drei schräglinks gelegte goldene Pfeile übereinander, hinten ein goldener Bärenrumpf.
Der Bärenrumpf weist auf den heiligen Gallus hin, den Kirchenpatron der Pfarrkirche von Gestratz. Der Bär ist das Attribut des Heiligen. Alle Pfarreien im Allgäu, die diesen Heiligen als Kirchenpatron haben, können als Gründungen durch das Kloster St. Gallen angesehen werden. Das Kloster ist seit dem 8. und 9. Jahrhundert der bedeutendste Herrschaftsinhaber im Gemeindegebiet. Die drei Pfeile und die Dornenkrone sind dem Wappen der Herren von Horben zu Ringenberg entnommen. Sie waren Ministerialen und im Gemeindegebiet begütert. Die Familie starb 1767 aus. Die Figuren aus ihrem Familienwappen sind auf einem zwischen 1506 und 1509 entstandenen Grabstein an der Pfarrkirche in Gestratz überliefert.
Wappenführung seit 19870 durch Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben mit Schreiben vom 25.11.1980.
Quelle: Die Beschreibung (Blasonierung) und Erläuterung des Wappens wurde der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte (www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/wappenkunde) entnommen.
Geteilt und unten gespalten; oben in Silber ein grüner Schräglinksbalken in Form eines Bachs, belegt mit dem goldenen Großbuchstaben G, unten vorne in Gold ein rotgezungter, schwarzer Stierrumpf, hinten in Rot schräg übereinander drei silberne Lindenblätter.
Die Gemeinde Grünenbach besteht seit 1972 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Grünenbach mit Schönau und Ebratshofen. Das Wappen geht auf die Geschichte aller drei Orte ein. Das ehemalige Wappen der Gemeinde Grünenbach von 1937, das als Gemeindesiegel durch Abdruck seit 1737 belegt ist, zeigte einen redenden Schräglinksbalken und den Großbuchstaben G, beides wurde in das neue Wappen übernommen. Der Stierrumpf stammt aus dem Wappen der Hohenegger. Die Herrschaft Hohenegg hatte einen der vier Sitze ihrer Hauptmannschaft in Ebratshofen. Die Lindenblätter stellen das Wappen der 1647 ausgestorbenen Reichsritter von Laubenberg dar. Die 1257 erstmals erwähnten Reichsritter waren Ministerialen im Dienst der Grafen von Montfort, der Reichsabtei Kempten und des Hochstifts Augsburg. Schönau war Teil der Herrschaft Laubenberg, die seit 1390 als österreichisches Lehen im Besitz der Reichsritter Laubenberg war.
Wappenführung seit 1989 durch Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben mit Schreiben vom 30.3.1989.
Quelle: Die Beschreibung (Blasonierung) und Erläuterung des Wappens wurde der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte (www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/wappenkunde) entnommen.
Geteilt; oben gespalten von Silber und Rot, darauf schräg gekreuzt ein Schlüssel und ein Schwert in verwechselten Farben; unten in Silber eine dreilatzige golden befranste rote Sturmfahne mit drei goldenen Ringen.
Röthenbach (Allgäu) gehörte seit der Gründung des Klosters Mehrerau Ende des 11. Jahrhunderts zu dessen Besitz, der von den Grafen von Montfort übertragen worden war. Im 14./15. Jahrhundert unterstand das Dorf der montfortischen Herrschaft Bregenz.
Die für die Ortsgeschichte bestimmten Grafen von Montfort und das Kloster Mehrerau wurden durch die Kombination des Montforter Wappens (dreilatzige rote Sturmfahne) mit dem Klosterwappen von Mehrerau (Schlüssel und Schwert gekreuzt auf Silber und Rot) heraldisch einprägsam im neuen Gemeindewappen zur Darstellung gebracht.
(RS Schwaben vom 24.10.1979 Nr. 230-200 B 3 –r/26).