Baden-Wuerttemberg

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Orte nach Behördenaufbau
Beschreibung der Wappen der Ortsteile der Gemeinde Keltern

Ortsteil  Dietenhausen

Ortsteil Dietenhausen
Ein roter Schild mit silbernem Zirkel.
Ist der Zirkel nun nur ein Berufszeichen und deutet auf die Zimmermannsarbeit als Erwerbszweig hin?
Oder hat man hier auf Geschichtliches hinzuweisen?
In Dietenhausen besaß das Kloster Herrenalb umfangreiche Güter, deren Pächter mit besonderen Vorrechten und Freiheiten ausgestattet waren. Die Klostergüter erhielten allmählich den Namen "Freizirkel" und genossen hohes Ansehen. 1491 vernehmen wir erstmals, daß die Güter im Freizirkel in Hufen eingeteilt worden seien.
Dieser Freizirkel sei auch ein Asyl für Verfolgte gewesen. Mit der Zeit gingen Teile des Freizirkels in die Gemarkungen von Ellmendingen, Nöttingen und Auerbach über, und man konnte später dessen Abgrenzungen oft nicht mehr feststellen.
Zogen Leute von Dietenhausen fort, so wurde unterschieden zwischen Auswanderern des Dorfes und jenen des Freizirkels. Auch bei der Erhebung des Abzugsgeldes wurde gesondert verfahren.
Grund genug, daß Dietenhausen im Wappen den Zirkel führt.

Ortsteil  Dietlingen

Ortsteil Dietlingen
In gespaltenem Schild rechts ein rotes Andreaskreuz auf goldenem Grund, links ein goldenes Rebmesser auf rotem Grund.
Das Dorf weist sich schon früher als Winzerdorf aus. Bereits 1477 verwendete es ein Siegel, das ein Rebmesser zeigte und die Umschrift "indic. in Dutlingen" trug (indikadivisch = die Wirklichkeit der Handlung bezeichnend)
Ab 1515 führt Dietlingen ein neues Siegel, und zwar im gespaltenem Schild rechts ein Schrägkreuz und links das Rebmesser mit der Umschrift "Sigillum ville Tuttlingen".
Das Schrägkreuz deutete man als kreuzweise gestellte Rebpfähle; in Wirklichkeit ist es das Andreaskreuz. St. Andreas war der Schutzpatron der Dietlinger Kirche.

Ortsteil  Ellmendingen

Ortsteil Ellmendingen
In Gold der schwarze Großbuchstabe "E".
Dieses Wappen geht auf ein Gemeindesiegel aus dem Jahre 1522 zurück.
Sign. Generallandesarchiv 39/22/06.03.1522.
Die Wappenfarben wurden auf einen Vorschlag des Generallandesarchivs seitens des Gemeinderates Ellmendingen zwischen dem 9. und 14. März 1900 angenommen.
(Lt. Ortschronik Ellmendingen von 1981)

Ortsteil  Niebelsbach

Ortsteil Niebelsbach
In Silber eine blaue Wellenschrägleiste, darüber eine an einem Stiel hängende rote Traube, darunter zwei zusammenhängende rote Kirschen.
Die blaue Wellenschrägleiste symbolisiert den Niebelsbach, die rote Traube und die Kirschen sind symbolisch für den Anbau von Wein und Kirschen.

Ortsteil  Weiler (Keltern)

Ortsteil Weiler (Keltern)
Eine goldene Sichel im roten Schild.
Dieses Zeichen deutet auf das Wappen der Herren von Gestringen (zwei einander abgewandte im blauen Schilde), das sich am Gewölbe des Chorturms in Weiler vorfindet.
Die Gestringen sind von 1290 bis 1468 in Weiler nachweisbar.