Baden-Wuerttemberg

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Orte nach Behördenaufbau
Beschreibung der Wappen der Ortsteile der Gemeinde Bingen

Ortsteil  Hitzkofen

Ortsteil Hitzkofen
In Rot unter einem goldenen, mit drei roten Beilen belegten Schildhaupt ein stehender goldener Hirsch.
Das Beil ist das Attribut des hl. Wolfgang, des Patrons der Kapelle in Hitzkofen. Nach der Legende soll der Heilige durch das Schleudern einer Axt von der Höhe eines Berges den Ort für den Bau der Kirche in St. Wolfgang am Abersee bestimmt haben. Durch den goldenen Hirsch in Rot wird die einstige Zugehörigkeit zur Grafschaft Sigmaringen ausgedrückt. Der Ort ist seit 1535 bei Hohenzollern.
Vorschlag des Staatsarchivs Sigmaringen vom Jahre 1954. Verleihung am 12. Juli 1954 durch die Landesregierung Baden-Württemberg (Erlaß des Innenministeriums vom 22.7.1954 Nr. IV 31/31 a Hitzkofen/2).

Ortsteil  Hochberg (Bingen)

Ortsteil Hochberg (Bingen)
In Silber ein roter Balken, darüber ein rotbezungter schwarzer Eberkopf mit goldenen Hauern und goldenem Kragen, darunter eine dreilatzige schwarze Fahne.
Das obere Feld zeigt das Wappen der Herren von Reischach, die den Ort von 1367 bis 1418 besaßen. Die dreilatzige Fahne soll an deren Besitznachfolger, die Grafen von Werdenberg, erinnern. Der rote Balken dient zur heraldisch erforderlichen Trennung der silbernen Schildhälften. Von den Werdenbergern kam Hochberg 1534 an das Haus Fürstenberg, das die Landeshoheit 1806 an Hohenzollern-Sigmaringen abtreten mußte.
Ein 1816 gebrauchtes Siegel, das als unser Gemeinds-Insiegel bezeichnet wurde, enthält eine gestürzte Pflugschar. Das Oberwappen (Helm, Helmdecke, Helmzier) läißt aber vermuten, daß es ein persönliches oder Familienwappen war.
Vorschlag des heutigen Wappens durch das Staatsarchiv Sigmaringen im Jahre 1947. Verleihung am 16. Dezember 1947 durch das Innenministerium Württemberg-Hohenzollern (Nr. IV 3012 B/13 Nr. 1).

Ortsteil  Hornstein

Ortsteil Hornstein
In geteiltem Schild oben in Gold auf grünem Dreiberg eine sichelförmig gebogene rote Hirschstange, unten in Rot ein stehender goldener Hirsch.
Die gebogene Hirschstange auf dem Dreiberg erinnert sowohl an die einstigen Ortsherren wie an deren als Ruine noch vorhandenen Stammsitz und ist zugleich eine heraldische Deutung des Ortsnamens (redendes Wappen). Der noch in verschiedenen Linien blühende Ortsadel der Freiherren von Hornstein führt als Wappen in blauem Schild auf goldenem Dreiberg eine gebogene silberne Hirschstange (Hirschhorn). Zur Unterscheidung vom Familienwappen und zur Vereinfachung des Gesamtwappens sind die Farben des Hornsteinschen Wappens in Anlehnung an die Farben der unteren Schildhälfte geändert worden. Der Sigmaringer Hirsch soll festhalten, daß Hornstein seit 1787 im Besitz von Hohenzollern-Sigmaringen war.
Vorschläge vom Staatsarchiv Sigmaringen von 1947 und 1957. Verleihung am 31. Mai 1958 durch das Innenministerium Baden-Württemberg (Nr. IV 31/31 a Hornstein/1). Gleichzeitig erhielt die Gemeinde die Flagge Rot-Gelb.