
Halbgespalten und erniedrigt geteilt; oben vorn in Silber ein golden-bewehrter schwarzer Adler mit silbernen Kleestengeln auf den Flügeln; oben hinten in Blau eine silberne Bockwindmühle; unten eine oben und an den Seiten anstoßende gemauerte einbogige rote Brücke, im silbernen Feld unter dem Bogen drei blaue Wellenleisten.
Der schwarze Preußenadler spielt auf die Entstehung des Ortes an. Er entstand auf Anordnung Friedrich II. im Jahre 1755 als Kolonisten-Etablissements. Auch heute noch nennt sich der Ort Preußendorf. Die Besinnung auf die preußischen Wurzeln und der Bezug zum König Friedrich II. haben 250 Jahre angehalten und sind noch wach. Dementsprechend finden sich im Dorf zahlreiche preußische Symbole – vom Preußenadler auf der Kirchturmspitze (statt Kreuz) bis zum Preußenhaus mit Ortsmuseum. Die Mühle steht für die Landwirtschaft und den ländlich geprägten Raum, aber auch für die als Wahrzeichen des Ortes existierende Bockwindmühle. Sie wurde im Jahre 1815 vom Müller Storbeck aus Scharteucke nach Mützel umgesetzt, wo sie noch heute steht. Der Brückenbogen mit den Wellenleisten verweist auf den Torfabbau, der andere Haupterwerbszweig des aufblühenden Ortes. Am Rande des Fieners gelegen, konnte der gewonnene Torf über angelegte Kanäle, Brücken und Schleusen mit speziellen Torfkähnen bis nach Genthin transportiert werden.
Das Wappen wurde vom Heraldiker Jörg Mantzsch aus Magdeburg gestaltet und am 7. Juli 2015 unter der Registratur 39 ST in die Deutsche Ortswappenrolle (DOWR) des HEROLD eingetragen und dokumentiert. Gestiftet wurde es vom Ortsfeuerwehrverein Mützel e.V., um es als Symbol der örtlich-lokalen Identität außerhalb von Amtshandlungen zu führen.