
Von Gold über rot über silbernem Schildfuß mit blauem Wellenbalken durch schräglinke rot-silberne Leisten geteilt, oben schwarzes, dreifach gezinntes Tunnelportal mit silbernem Tunnel, unten drei goldene Ahren.
Von etwa 1500 bis zum Ende der Feudalzeit (1794) gehörte Zweifelscheid zur Herrschaft Neuerburg und zur Grafschaft Vianden (L). Über die Meierei Koxhausen-Leimbach erfolgten die Abgaben und die Erfassung der Frondienste. Die Farben Rot und Silber dokumentieren diese Abhängigkeit mit den Rechten und Pflichten von Untertanen. In der Schrägleiste rechts im Hauptfeld und in der Tunnelöffnung sowie im Schildfuß ist Silber verankert und links vorne Rot.
Zweifelscheid wurde 1907 Haltestation der Bahnlinie Prüm - Pronsfeld - Neuerburg und bekam infrastrukturelle Bedeutung für ein recht großes Hinterland - bis nach Karlshausen, Jucken, Krautscheid, Ammeldingen reichend.
Ein Dutzend Kleinstgemeinden und eine Vielzahl von Einzelgehöften galten jetzt als mobil und erreichbar. Zur Erinnerung an diese „goldene“ Zeit mit wirtschaftlichem Aufschwung und hoher Akzeptanz des Bahnhofs Zweifelscheid ist das Hauptfeld rechts gold unterlegt und mit einem generalisierten Tunneleingang in Schwarz und mit drei Zinnen (drei Ortsteile) versehen. Auch die Ortseinfahrt aus Richtung Neuerburg (S) und Emmelbaum (N) erfolgt durch eine tunnelartige Anlage.
Die Nähe zu Kleinbächen und zur Enz, mitunter wild und wasserreich, beeinflusst Leben, Wohnen, Arbeiten und Bewirtschaften der Einwohner. Die Enz ist eine bestimmende Größe und speiste eine Mühle. Mehl und Schrot galten als „Zehnt von Güte“, aber auch als Nahrung für Mensch und Vieh.
Die Enz ist im silbernen Schildfuß als blaues Wellenband dargestellt, und die drei Ähren in Gold auf Rot im linken Hauptfeld symbolisieren Ackerbau und noch einmal die drei Ortsteile und zusätzlich Stockhäuser in der Ortsgemeinde.