
Unter goldenem Schildhaupt, darin blaue Wellenleiste, von Rot über Silber schräglinks geteilt, vorn schräglinke silberne Armbrust, hinten drei schräglinke eingekerbte Tatzenkreuze mit rotem Pfahl und blauen Balken.
Bestimmend im Lahrer Grund ist der Mäanderlauf des Lahrer Baches, der im Oberlauf Geckler Bach und im Unterlauf Notzenbach heißt. Nicht nur das sichtbare Wasser, sondern auch das mächtige Wasseraufkommen in oberflächennnahen Erdschichten sind eine bestimmende Größe auf der Gemarkung. Zahlreiche Quell- und Sammelstellen und Wasserschutzzonen prägen das Tal und erfordern Rücksichtnahme.
Im Schildhaupt des Wappens verdeutlicht das Gold den Reichtum an Wasseraufkommen und das Wellenband in Blau unterstreicht das Wertvolle, den „Goldschatz“ - und natürlich auch den Bachlauf.
Rechts oben im schräglinks geteilten Feld steht die silberne Armbrust und nimmt Bezug auf ein dörfliches Ereignis 1952 mit dem Freilichtbühnenspiel „Wilhelm Tell“. Nicht nur lokal, sondern auch regional - in der Resonanz auch bis Luxemburg, Belgien, Trier und Mosel reichend - war dieses volkstümliche Spiel mit authentischer Umsetzung ein nachhaltiges Erlebnis. In den Beiträgen Dorfgeschichte und Musikverein sind Einzelheiten pointiert festgehalten.
Das Wappenteam hat die Armbrust - Vorlage des Musikvereins - auch in der Drehung zum Wappenherz - übernommen.
Links unten befinden sich auf Silber schräglings angeordnet drei Trinitarierkreuze in Rot und Blau. Unser Quellenstudium hat ergeben, dass die Pfarrei Kreuzerhöhung Lahr zurückreicht auf die Trinitarier in Vianden/L. (zusammen mit Mettendorf).
Für das damalige Lahr ein Kreuz, für die heutige Pfarrei ein weiteres Kreuz (mit dem kerygmatischen Wechsel Kreuz zur Kreuzerhöhung) und für den pfarr- und heimatgeschichtlich bekannten Stationenweg hinter dem Pfarrhaus (mit künstlerisch wertvollen Darstellungen der Passion Christi) das dritte Kreuz. Rot und Silber, dominierend in den Feldern vorn und hinten, erinnern an die Frondienste und Abgaben an die Herrschaft Neuerburg und die Grafschaft Vianden - bis zum Ende der Feudalzeit 1794.
So kann das Wappen eine komprimierte Visitenkarte unseres Ortes sein mit