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Orte nach Behördenaufbau
Gemeinde Hommerdingen

Rot durch aufsteigende eingebogene silberne Spitze, darin blaue Fontäne aus rotem Brunnenbecken mit je vier seitlichen Kaskaden, gespalten, rechts silbernes Glevenkreuz, links silberne Balkenwaage.

Wappenbegründung:
Die Heroldsfarben Rot und Silber sind begründet durch den Landbesitz während der ersten Jahrtausendwende durch die Abtei Prüm. Die beauftragten Vögte waren die Grafen von Vianden, welche ebenfalls Rot und Silber als Wappenfarben hatten. Auch nach Lehensabhängigkeit der Viandener Grafen durch Luxemburg ab 1264, behielten diese ihre Vogteirechte. Die eingebogene Spitze zeigt die heutige Zugehörigkeit zu Rheinland Pfalz. Sie ist belegt mit einem Brunnenbecken, das in einer Bodensenke nördlich des Ortes von einer Quelle gespeist wird und in der Mitte eines Teiches steht. Die Fontaine kann bei Bedarf eingeschaltet werden, das Wasservorkommen wurde in früherer Zeit in ein Gemeinschaftswaschhaus des Dorfes geleitet. Das Echternacher Gleven- oder Lilienkreuz bezeugt die langjährige Zugehörigkeit zu Echternach bzw. Luxemburg und heute zu der Verbandsgemeinde Südeifel, die ebenfalls dieses Kreuz im Wappen führt. Die Waage im linken Feld steht für die vermutliche Hochgerichtsstätte (Hommelding = Hochgerichtsding) auf der Höhe nördlich von Kruchten. Gerichte waren auch im Mittelalter für Versammlungen, Sitzungen und Rechtsprechung, sowie den darauf folgenden Handlungen, auf eine Örtlichkeit angewiesen, die meist eine Höhenlage hatte. Die Vorsilbe Hom… oder Hum… wird etymologisch als Hoch... gedeutet. Ein solcher Platz wurde Dingstätte, Gerichtsplatz, Gerichtsort oder einfach Gericht genannt. Vermutlich hatte Kruchten einen solchen Platz nördlich in Höhenlage, wo später der erste Hommerdinger in der Nähe siedelte. Kruchten wurde bereits über 400 Jahre vor Hommerdingen urkundlich erwähnt. Hommerdingen wird erstmals in einer Urkunde von 1317 als Humircingen genannt. In dieser Urkunde wird die Verteilung des dritten Teils des Zehnten von Kruchten und Humircingen geregelt. Hommerdingen im Juli 2017.

Entwurf, Text und Zeichnung:
Dr. Christian Credner, Lambertsberg; unter Mitwirkung der Gemeindemitglieder von Hommerdingen: Michael Pelletier (Ortsbürgermeister), Klaus vom Berg, Petra Elsen, Walter Elsen, Werner Fiedler, Arno Geisen, Marko Geisen, Gerhard Neises, Michael Pelletier jun. und Vitus Oest.