
Goldenes Wappenschild durch schräglinken dreigeteilten blauen Wellenschnitt, oben rechts rote Kapelle und unten links rotes Mühlenrad.
Historische Begründung
Der Ortsname lautete 1480 Heirbertzmüllen, 1539 Herbertz Mollen und 1574 Herbratzmühlen (Krudewig), was darauf schließen lässt, dass die Ansiedlung mit Mühle eines Herbert im Zusammenhang steht.
Im Jahr 1615 waren 4 Stockhäuserverzeichnet. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Meierei Karlshausen in der luxemburgischen Grafschaft Vianden.
Mit der Annexion der Österreichischen Niederlande, zu denen Luxemburg und damit Herbstmühle gehörte, durch französische Revolutionstruppen gehörte der Ort von 1795 bis 1814 zum französischen Wälderdepartement. Unter der französischen Verwaltung gehörte der Ort zur Mairie Koxhausen, die 1815/16 eine preußische Bürgermeisterei wurde. Bereits in der Karte von Jean Joseph Tranchot (Tranchot-Karte, 1818) sind die Gehöfte von Herbstmühle eingetragen. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Im Jahr 1821 errichteten die Einwohner der Gemeinde Herbstmühle die seither in gemeindlichem Eigentum stehende und heute denkmalgeschützte Kapelle. Die Kapelle, die dem heiligen Antonius geweiht ist, gehört zur Pfarrei Koxhausen und liegt unmittelbar neben dem Fluss Gaybach, der den Ort in zwei Ortsteile schneidet. Am Gaybach befand sich eine Getreidemühle.