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Orte nach Behördenaufbau
Verbandsgemeinde Südeifel

Schild schwarz bordiert, in Silber ein blauer Wellenbalken schräglinks, vorn ein dreizinniger roter Turm mit schwarzem Tor, hinten ein rotes Glevenkreuz.

Die Verbandsgemeinde Südeifel entstand zum 1.7.2014 aus dem Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Irrel und Neuerburg.

Das Wappen der neuen Verbandsgemeinde wurde von Christian Credner entworfen, am 10. Dezember 2015 vom Verbandsgemeinderat beschlossen und am 15. März 2016 von der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm genehmigt. Hierzu seine folgende Begründung:

Wappenbegründung für die Verbandsgemeinde Südeifel

Die Zusammenlegung von zwei benachbarten Verbandsgemeinden zu einer neuen Einheit erfordert den Entwurf eines neuen Wappens, Siegels und einer neuen Flagge. Die Nachbarschaftslage bedingt meist ähnliche historische und geographische Gegebenheiten. Die Herrschaftsverhältnisse änderten sich im Verlauf der vergangenen zehn Jahrhunderte. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts hatten die Grafen von Vianden als Vögte der Abtei Prüm den größten Einfluss. Die heraldischen Farben von Vianden und Prüm sind bis heute Rot und Silber. 1264 wechselte die Herrschaft auf Luxemburg, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Lehensherrschaft über Vianden erlangte. Die Farben Luxemburgs sind Blau und Silber.

Beide bisherigen Verbandsgemeinden haben in der Süd-Westeifel eine Mittelgebirgslage mit zahlreichen Gewässern, die teils nach Zusammenflüssen alle der Mosel zu fließen.

Gemeinsam sind beiden ehemaligen Verbandsgemeinden auch mehrere (je vier) Adelssitze. Einige mehr oder weniger instand und bewohnt, andere als Ruine.

Im Einzelnen sind dies für die alte
VG Irrel: Schloss/Burg Bollendorf, Schloss Niederweis, Prümerburg und Schloss Weilerbach.
Für die
VG Neuerburg: Burg Falkenstein, Schloss Kewenig, Burg Neuerburg und das Barockschloss Roth an der Our.

Der rote Burgturm im Wappen der ehemaligen VG Neuerburg sollte die Burgen auf dem Gebiet der VG symbolisieren.

Das rote Glevenkreuz im Wappen der ehemaligen VG Irrel, stand für die Zugehörigkeit von 13 der insges. 17 Gemeinden zur Probstei Echternach. Die Abtei Echternach führte als Signum ein Glevenkreuz, das mit einer Schwurhand belegt war.

Einzelne charakteristische Elemente der bisherigen Wappen werden in das neue Wappen übernommen. Die Heroldsfarben werden nicht geändert. Der jetzt schräg-links verlaufende blaue Wellenbalken symbolisiert den Wasserreichtum und Flusslage zahlreicher Gemeinden. Von Irrel an der Prüm aus gesehen liegt Neuerburg flussaufwärts an der Enz, die bei Holsthum in die Prüm mündet. An das Wappen der ehemaligen VG Neuerburg erinnert oben/vorn der rote Burgturm und an einen wesentlichen Bestandteil des Wappens der ehemaligen VG Irrel unten/hinten das rote Glevenkreuz.

Als Heroldsfarben verbleiben somit Silber und Blau für Schild und Wellenbalken im Wappen als Hinweis auf die am längsten bestehende territoriale Zugehörigkeit zu Luxemburg. Die roten Figuren in Silber weisen aber zusätzlich auf die ursprüngliche Herrschaft der Abtei Prüm und ihrer Vögte, den Grafen von Vianden hin.

Dr. Christian Credner; Lambertsberg, November 2015


Die Vorgängerverbandsgemeinden Irrel und Neuerburg führten folgende Wappen:


Ehemalige Verbandsgemeinde Irrel:
In Silber ein blauer Schrägrechts-Wellenbalken mit rotem Glevenkreuz belegt.

Die Verbandsgemeinde Irrel wurde 1970 aus 17 Einzelgemeinden gebildet. Fünfzehn davon gehörten vor der französischen Revolution zur Landesherrschaft Luxemburg, nur zwei (Eisenach und Gilzem) zu Kurtrier.
Die überwiegende Mehrheit der Gemeinden gehörte zur Probstei Echternach. Nur zwei (Holsthum und Schankweiler) zählten zur Herrschaft Burscheid, eine (Peffingen) zur Herrschaft Bettingen und eine (Wallendorf) zur Grafschaft Vianden.
Die Bedeutung Echternachs ist bestimmt durch die 698 von St. Willibrord gegründete Benediktinerabtei. Die Abtei erlangt umfangreichen Besitz beiderseits des Unterlaufs der Sauer. Ihre kulturelle und wirtschaftliche Ausstrahlung ist bestimmend für Land und Leute im weiten Umkreis von Echternach, und auch weit über die 13 ehemals zur Probstei zählenden Orte der Verbandsgemeinde hinaus.
Das Großherzoglich-Luxemburgische Staatsarchiv hat mitgeteilt, daß die Abtei Echternach als Signum ein Glevenkreuz geführt hat, das mit einer Schwurhand belegt ist. (Abdruck des Convent-Siegels vom 4. Mai 1676). Dieses Glevenkreuz ist in das Wappenbild aufgenommen.
Das Gebiet der Verbandsgemeinde wird bestimmt durch den Sauer-Fluß, der das Verbandsgebiet im Osten und Südosten begrenzt, aber auch durch die Flüsse Prüm, Nims und Enz. Für sie steht der blaue, schrägrechte Wellenbalken, den das Glevenkreuz belegt.


Ehemalige Verbandsgemeinde Neuerburg.


Neben den unten aufgeführten Kommunen gehören zur Verbandsgemeinde Südeifel noch die Gemeinden Affler, Bauler, Berscheid, Burg, Fischbach-Oberraden, Gentingen, Hütten, Keppeshausen, Muxerath, Niedergeckler, Niederraden, Niehl, Obergeckler, Scheitenkorb, Übereisenbach und Waldhof-Falkenstein, die jedoch kein eigenes Wappen führen.


Zur Verbandsgemeinde Südeifel gehören folgende Mitgliedskommunen.
Alsdorf (Eifel), Gemeinde
Altscheid, Gemeinde
Ammeldingen an der Our, Gemeinde
Ammeldingen bei Neuerburg, Gemeinde
Berkoth, Gemeinde
Biesdorf (Eifel), Gemeinde
Bollendorf, Gemeinde
Dauwelshausen, Gemeinde
Echternacherbrück, Gemeinde
Eisenach (Eifel), Gemeinde
Emmelbaum, Gemeinde
Ernzen, Gemeinde
Ferschweiler, Gemeinde
Geichlingen, Gemeinde
Gemünd (Our), Gemeinde
Gilzem, Gemeinde
Heilbach, Gemeinde
Herbstmühle, Gemeinde
Holsthum, Gemeinde
Hommerdingen, Gemeinde
Hüttingen bei Lahr, Gemeinde
Irrel, Gemeinde
Karlshausen, Gemeinde
Kaschenbach, Gemeinde
Körperich, Gemeinde
Koxhausen, Gemeinde
Kruchten, Gemeinde
Lahr (Eifel), Gemeinde
Leimbach (bei Neuerburg), Gemeinde
Menningen (an der Prüm), Gemeinde
Mettendorf (Eifel), Gemeinde
Minden (Sauer), Gemeinde
Nasingen, Gemeinde
Neuerburg, Stadt
Niederweis, Gemeinde
Nusbaum, Gemeinde
Peffingen, Gemeinde
Plascheid, Gemeinde
Prümzurlay, Gemeinde
Rodershausen, Gemeinde
Roth an der Our, Gemeinde
Schankweiler, Gemeinde
Scheuern, Gemeinde
Sevenig bei Neuerburg, Gemeinde
Sinspelt, Gemeinde
Uppershausen, Gemeinde
Utscheid, Gemeinde
Wallendorf (Eifel), Gemeinde
Weidingen, Gemeinde
Zweifelscheid, Gemeinde

Eine Übersicht dieser Mitgliedskommunen finden Sie auf dieser Wappenübersicht.